Navigation
 
Sie sind hier: Startseite // Unternehmen // News
 
22. Januar 2018

Sicherheitsglas: erst erkennen, dann richtig reinigen

Überall, wo es auf Stoßfestigkeit und Sicherheit ankommt, werden gerne Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsglas (VSG) verwendet. Optisch kaum von normalem Glas zu unterscheiden, stellen die Spezial-Scheiben spezielle Anforderungen an die Pflege. Darauf solltet ihr achten.

Sowohl ESG als auch VSG weisen zwei wesentliche Vorteile auf: Zum einen brechen sie nicht so leicht. Geht ESG dennoch zu Bruch, dann löst sich die komplette Scheibe in kleine, stumpfkantige Glaskrümel auf. VSG hingegen fällt als ein Netz vieler Glasbruchstücke, die untereinander verbunden bleiben, in sich zusammen. Auf diese Weise wird das Risiko von Verletzungen minimiert. Das ist auch der Grund, warum ESG und VSG vor allem dort verbaut werden, wo Glasbruch besonders gefährlich wäre – beispielsweise im Auto, bei gläsernen Duschwänden, Schaufenstern, öffentlichen Gebäuden, Eingangsbereichen und so weiter.

Wie erkenne ich ESG und VSG?
Damit ESG und VSG bei der Fensterreinigung nicht beschädigt werden, müssen Profis sie zunächst als solche erkennen. Für Einscheibensicherheitsglas besteht eine Kennzeichnungspflicht. Jede Scheibe verfügt über einen Stempel, der den Hinweis „ESG“ enthält. Die meisten VSG-Scheiben sind ebenfalls an einem entsprechenden Stempel zu identifizieren. Bei älteren Scheiben kann dieser jedoch fehlen. Hier helfen Messgeräte zur schnellen Analyse der Glasaufbauten weiter, die u.a. von der Firma Bohle angeboten werden.

Ein weiterer simpler Trick bietet Abhilfe: Benutzt hierfür ein handelsübliches Feuerzeug, entzündet es und haltet die Flamme dicht vor die Scheibe. Wenn sich eine doppelte Spiegelung ergibt, ihr also zwei Flammen in dem Glas seht, handelt es sich um ESG (siehe Foto).

ESG und VSG richtig reinigen
Oberstes Gebot bei der Reinigung von Sicherheitsglas: die Scheibe auf keinen Fall mit einem Glashobel bearbeiten. Aufgrund der speziellen Oberflächenspannung, die durch den Produktionsprozess entsteht, ist die Oberfläche sehr empfindlich. Sandkörner, Granitstaub oder dergleichen, können beim Zurückziehen der Klinge daher schnell zu Kratzern führen. Derartige Fremdkörper befinden aber ebenso häufig im Einwascher oder auf der Gummilippe zum Abziehen. Aus genannten Gründen sollte bei der Reinigung sehr viel Wasser eingesetzt und der Schmutz schonend abgetragen werden, zum Beispiel mit einem Mikrofasertuch.

Wichtig: Scheiben auf Schäden prüfen
Schäden an ESG- und VSG-Scheiben können bei starker Verschmutzung bereits entstanden sein, noch bevor ein professioneller Glasreiniger überhaupt Hand anlegt. Sollte also im Vorfeld zu erkennen sein, dass die zu reinigende Scheibe groben, verkrusteten Schmutz oder größere Anhaftungen aufweist, unbedingt mit Fotos dokumentieren und den Auftraggeber informieren.

Quelle: www.ungerglobal.com
Quelle: www.ungerglobal.com